STEAG New Energies GmbH

15.12.2016STEAG New Energies und Stadtwerke Winnenden gründen gemeinsame Fernwärme-Gesellschaft

Stadtwerke Winnenden übernehmen 51% der Fernwärmeversorgung Winnenden // STEAG New Energies festigen langfristige kommunale Kooperation // Ausbau der Versorgung in Winnenden geplant


Bei der Vertragsunterzeichnung. Im Vordergrund v.l.n.r.: Norbert Sailer (Bürgermeister von Winnenden), Dirk Klingen (Sprecher der Geschäftsführung der STEAG New Energies GmbH). Dahinter stehend v.l.n.r.: Ralf Tabellion (STEAG New Energies GmbH), Stefan Gouverneur (STEAG New Energies GmbH), Jochen Mulfinger (Geschäftsführer Stadtwerke Winnenden GmbH), Jürgen Kirsch (STEAG New Energies GmbH), Stefan Schwarz (Geschäftsführer Stadtwerke Winnenden GmbH), Uwe Louis (STEAG New Energies GmbH).

Saarbrücken. Winnenden. Mit einer heute vollzogenen Vertragsunterzeichnung stellt STEAG New Energies ihre über 50 Jahre währende Wärme-Versorgung in Winnenden auf neue Beine: In einer gemeinsamen Fernwärmegesellschaft werden künftig die STEAG New Energies und die Stadtwerke Winnenden in Zukunft den Fernwärmeausbau in Winnenden gemeinsam vorantreiben. Die Stadtwerke Winnenden werden 51 Prozent der Anteile halten, STEAG New Energies 49 Prozent. Geschäftsführer der neuen Gesellschaft werden Stefan Schwarz, Geschäftsführer der Stadtwerke Winnenden, und Ralf Tabellion, Leiter Wärmedienstleistungen der STEAG New Energies.

Hartmut Holzwarth, Oberbürgermeister der Stadt Winnenden, erläutert die Ziele für die Gründung der neuen Gesellschaft: „Die Fernwärme ist schon heute in Winnenden ein wichtiger Baustein bei der umweltfreundlichen Energieversorgung von Bürgern, Unternehmen und großen Einrichtungen, den wir künftig ausbauen wollen. Dafür ist es notwendig, dass die Stadtwerke Winnenden die Anteilsmehrheit übernehmen. Die Stadtwerke tragen lokale Verantwortung und haben die Nähe zu den Kunden. STEAG New Energies betreibt hingegen seit Jahrzehnten schon erfolgreich die Fernwärme in Winnenden. Wir kombinieren also die Stärken beider Unternehmen, um die Energiewende in Zukunft optimal zu gestalten.“

Stefan Schwarz, Geschäftsführer der Stadtwerke Winnenden, betont die Bedeutung der Kooperation mit STEAG New Energies für die Stadtwerke: „Das ist ein riesiger Schritt für uns. Mit der Beteiligung der Stadtwerke Winnenden an dem neuen Wärmeversorgungsunternehmen sind wir komplett und hervorragend in allen klassischen Stadtwerkegeschäftsfeldern aufgestellt. Zur Wasser, Strom- und Gasversorgung kommt in großem Stil im neuen Jahr die Wärmeversorgung dazu. Für das neue Unternehmen werden wir neben der kaufmännischen Geschäftsführung auch das komplette Kundenmanagement über unser Kundenzentrum wahrnehmen und damit Ansprechpartner für alle Kunden leitungsgebundener Energie in Winnenden sein. Durch das Beteiligungsergebnis stärken wir nicht zuletzt die Ertragskraft der Stadtwerke erheblich und können so unseren Querverbund von Versorgungsaufgaben und den Bäderbetrieben auf eine stabilere Grundlage stellen.“STEAG New Energies bringt die erforderlichen Erzeugungsanlagen und Verträge in die neue Kooperation ein. Für Dirk Klingen, Sprecher der Geschäftsführung der STEAG New Energies, ist dies auch ein strategischer Schritt: „Mit dem Verkauf von 51 Prozent der Anteile an unseren Erzeugungsanlagen gewinnen wir mit den Stadtwerken Winnenden einen starken Partner zur Akquisition weiterer attraktiver erneuerbarer Projekte. Gleichzeitig kann sich STEAG New Energies in der Kooperation mit den Stadtwerken Winnenden nicht nur langfristig die Betriebsführung für die kompletten Wärmeversorgungsanlagen sichern, sondern auch die unternehmerische Führung des Gemeinschaftsunternehmens maßgeblich mitgestalten.“

STEAG New Energies: Vom Heizwerk zum Heizkraftwerk Schelmenholz
Bereits 1964 begann die Geschichte der Fernwärme in Winnenden mit der Versorgung des Stadtteils Schelmenholz durch ein Vorgängerunternehmen der STEAG New Energies. Heute versorgt das Heizkraftwerk Winnenden-Schelmenholz auch weitere Stadtgebiete: die Neubaugebiete Waiblinger Berg, Lange Weiden, die Rems-Murr-Klinik sowie Teile der Innenstadt, u. a. das Rathaus, die Stadthalle, einige Schulen und das‚Wunnebad‘.

Das ursprüngliche Heizwerk wurde 1992/93 umgebaut und modernisiert und Mitte 2012 um ein Blockheizkraftwerk (BHKW) erweitert. STEAG New Energies mit Hauptsitz in Saarbrücken investierte rd. 2 Mio. € in den Bau dieses BHKW und verbessert damit die Energieeffizienz der Versorgung aus dem Standort nachhaltig. Seit Juni 2014 wird das BHKW, das eine elektrische und thermische Leistung von je 2 MW hat, mit Biomethangas als erneuerbare Energie betrieben. Mit diesem Umbau konnte die Anlage noch effizienter gemacht werden: der Primärenergiefaktor wurde von 0,71 auf 0,51 verbessert. Die im BHKW regenerativ erzeugte Wärme ersetzt die Wärmeerzeugung insbesondere in der Grundlast; die weiterhin bestehende konventionelle Kesselanlage wird nur bei erhöhtem Wärmebedarf zugeschaltet.


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